Tarifverträge! Wir verhandeln regelmäßig mit Unternehmen und Arbeitgeberverbänden über Lohnerhöhungen, Arbeitszeiten, Weihnachtsgeld und vieles mehr. Das Ergebnis wird dann in einem Tarifvertrag dokumentiert. Die Antworten der GEW auf die wichtigsten Fragen zum Tarifvertrag finden Sie hier. Auch in der Tarifrunde konnten die Gewerkschaften Fortschritte erzielen: Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder arbeiten ab 1. Januar 2020 mit den gleichen Lohnkonditionen wie ihre Kollegen in Bund und Kommunen. Das bedeutet deutlich mehr Geld im Portemonnaie für die Mitarbeiter, was laut GEW-Chef «ein deutliches Zeichen für die Anerkennung der gesellschaftlich wichtigen Arbeit ist, die Erzieher und Sozialarbeiter leisten». In den Vereinigten Staaten gab es 2015 14,8 Millionen Gewerkschaftsmitglieder und 16,4 Millionen Personen, die von Tarifverhandlungen oder Gewerkschaftsvertretungen betroffen waren. Die Mitgliederzahl der Union betrug 7,4 % im privaten Sektor, im öffentlichen Sektor jedoch 39 %. In den fünf größten Bundesstaaten hat Kalifornien 15,9 % Gewerkschaftszugehörigkeit, Texas 4,5 %, Florida 6,8 %, New York 24,7 % (der höchste im Land) und Illinois 15,2 %. [4] Als Gewerkschaft können wir natürlich nur für diejenigen verhandeln, die uns beauftragt haben, sie zu vertreten. Alle anderen Arbeitnehmer müssen sich auf die Hoffnung verlassen, dass der Arbeitgeber die im Tarifvertrag abgerechneten Zahlungen freiwillig gewährt. Nein, ein Tarifvertrag gilt generell nur für Gewerkschaftsmitglieder. Der Tarifvertrag oder die Gewerkschaftsvertretung bezieht sich auf den Anteil der Menschen in einer Bevölkerung, deren Arbeitsbedingungen durch Tarifverhandlungen zwischen einem Arbeitgeber und einer Gewerkschaft und nicht durch Einzelverträge erfolgen.

Dies ist immer höher als die Gewerkschaftsmitgliederquote, da Tarifverträge fast immer Nichtmitglieder in einem gewerkschaftlich organisierten Arbeitsplatz schützen. Das bedeutet, dass sich die Menschen nicht über Eine schwächere Verhandlungsmacht in Verhandlungen, sondern organisieren, um sich gegenseitig zu vertreten, wenn sie über bessere Löhne und Bedingungen am Arbeitsplatz verhandeln. Die Zahl der Personen, die unter Tarifverträge fallen, ist höher als die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder (oder die «Gewerkschaftsdichte») und in vielen Fällen wesentlich höher, denn wenn Gewerkschaften Tarifverträge schließen, zielen sie darauf ab, alle am Arbeitsplatz abzudecken, auch diejenigen, die nicht unbedingt zur Mitgliedschaft beigetreten sind. In Schweden betrug der Tarifvertrag 2017 90 % aller Beschäftigten (im privaten Sektor 83 %, im öffentlichen Sektor 100 %).[ 2] [3] Im Jahr 2017 betrug die Gewerkschaftsdichte 69 % (64 % im privaten Sektor, 79 % im öffentlichen Sektor). Je besser wir im Unternehmen organisiert sind, d.h. je mehr Mitglieder wir unter allen Mitarbeitern haben, desto erfolgreicher werden wir in den Tarifverhandlungen sein. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bezeichnete die Gehaltserhöhung für Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Bundesländer als «angemessenen Abschluss» der Tarifverhandlungen nach dreitägigen Verhandlungen mit den Arbeitgebern. Die Ursachen für einen höheren oder niedrigeren Tarifabschluss werden weithin diskutiert.

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